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Strom und Nahrung vom Feld

ÖDP für Agri-Photovoltaik zur echten Energiewende

„Auf weniger als einem Prozent der Ackerfläche Deutschlands könnten neun Prozent unseres aktuellen Strombedarfs erzeugt werden, bestätigt eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim. 1 Das Potential für eine echte Energiewende ist da, es zu nutzen ist vor allem eine Frage des politischen Willens,“ so Charlotte Schmid, Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP). Strom vom Feld ist ein bedeutsamer Beitrag zur Energiewende. Agri-Photovoltaik heißt dieses Konzept, bei dem Solarzellen auf Ständern in Feldern so montiert werden, dass darunter oder daneben noch Nahrungsmittel erzeugt werden können. Auch artgerechte Weidewirtschaft, Garten- und Weinbau sind damit möglich. Die ÖDP fordert ein Prozent der Landesfläche Deutschlands, das sind etwa drei Prozent der Ackerfläche, für diese Form der Energieerzeugung auszuweisen. Damit könnte sogar ein Drittel des aktuellen Strombedarfs gedeckt werden.

Großes Potential haben auch Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf aktuell landwirtschaftlich genutzten ehemaligen Mooren. Intakte Moore entziehen der Luft sehr viel Kohlendioxid (CO2) und binden es dauerhaft. Wenn Landwirte ihre bisher aufwändig entwässerten Flächen nicht mehr für Ackerbau, sondern für Stromerzeugung durch Photovoltaik auf Stelzen nutzen können, haben sie einen Anreiz, diese zu renaturieren. Die Flächen werden dann dreifach sinnvoll eingesetzt: Für Klimaschutz durch Entzug von CO2 aus der Luft, zur sauberen Energiegewinnung und als stabile Einkommensquelle für Landwirte, deren Beitrag zu Klima-, Arten- und Landschaftsschutz damit honoriert werden kann. „Allein auf diesen Flächen könnten 270 bis 660 Gigawatt Photovoltaik installiert werden, das entspricht 50 bis über 100 Prozent des aktuellen Strombedarfs in Deutschland!“, erläutert Dr. Michael Stöhr, Energieexperte der ÖDP: „Ein riesiges Potenzial ist an verschiedenen Stellen da. Wird es nur endlich richtig genutzt, ist eine echte Energiewende möglich – unter konsequenter Beachtung von Arten-, Natur- und Anwohnerschutz. 2

Die Energie-Experten der ÖDP haben ein top-aktuelles Konzept (https://www.oedp.de/themen-1/energiepolitik) ausgearbeitet, mit dem eine echte Energiewende sofort politische Realität werden kann. „Bei der jüngsten Klimakonferenz COP27 in Ägypten haben die Verantwortlichen wieder keinen Ausstieg aus der fossilen Energie beschlossen. Und das, obwohl niemand die Existenz der Klimakrise seriös anzweifelt. Dabei gibt es genug klimafreundliche, saubere und kostengünstig verfügbare Energiequellen, allein der politische Wille fehlt. Mit der Agri-Photovoltaik und PV-Freiflächenanlagen auf wiedervernässten Mooren bietet die ÖDP kreative Lösungen für eines der dringendsten Probleme unserer Zeit an,“ betont die ÖDP-Bundesvorsitzende, Charlotte Schmid.

Text aktualisiert am 29.12.2022

1https://agrar.uni-hohenheim.de/detailansicht-extern?tx_ttnews%5Btt_news%5D=56412&cHash=af5d9c4ce70bc94dfdc3ef84264dee8a

2https://www.naturschutz-energiewende.de/aktuelles/neue-kne-publikation-photovoltaik-auf-wiedervernaessten-moorboeden/

Agri-Photovoltaikanlage mit Feld im Vordergrund

Foto: Universität Hohenheim

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