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Bundesarbeitskreis Mobilfunk

Mobilfunk: gesundheits- und umweltverträglich sowie datenschutzkonform gestalten

Die Funkbelastung stieg in Deutschland in den letzten Jahren insbesondere durch den 5G-Mobilfunkausbau, aber auch durch den Ausbau von WLAN, dem allgegenwärtigen Einsatz von Bluetooth und Schnurlostelefonen stark an.

Die in Deutschland viel zu hohen Mobilfunk-Grenzwerte blenden vielfältige gesundheitliche Effekte aus. Die elektromagnetischen Felder (EMF) des Mobilfunks können bei Menschen, Tieren und Pflanzen zu erheblichen Risiken und Schäden führen, z. B. des Nerven- sowie des Hormon-systems, zu oxidativem Zellstress, zur Senkung der Fruchtbarkeit, Krebs und Erbgutschäden.

Die Einführung des 5G-Mobilfunks erfolgte trotz erheblicher zu erwartender Folgen für Mensch und Umwelt ohne verlässliche Abschätzung der Technikfolgen.

Der Ressourcenverbrauch wird durch 5G-fähige Fahrzeuge und andere Geräte, Smart Home etc. stark wachsen. Hunderttausende zusätzliche Sendeantennen sind geplant. Aktuell gibt es auf unserer Erde bereits mehr Handys als Menschen. Der ökologische Rucksack eines 80 g Handys beträgt allein 75 kg. Die wertvollen Grundstoffe werden oft unter unmenschlichen Bedingungen mit schlimmsten Naturzerstörungen in entlegenen Natur- und Unterwassergebieten abgebaut.

Der Energieverbrauch wird durch explodierenden Datenaustausch weiter steigen, der Gerätemüll ebenso. 5G wird einen wachsenden energetischen und ökologischen Fußabdruck befördern.

Durch 5G und das „Internet der Dinge“ (IoT) mit steigenden Datenerfassungs-/ Überwachungs-strukturen wird der Mensch immer gläserner.

Deshalb fordern wir als ÖDP:

  • Absenkung des Grenzwerts für die Mobilfunkstrahlung auf 100 μW/m² (statt bis zu 10 Mio. μW/m²) als einklagbaren Schutzstandard sowie Schutz der Innenräume vor Durchstrahlung,
  • Funkfreie Bereiche in Kitas, Schulen, Kliniken, öffentlichen Verkehrsmitteln und Naturschutzgebieten sowie vollständig funkfreie Gebiete („Weiße Zonen") zur Erholung und zum Leben/Arbeiten elektromagnetisch hypersensibler Menschen (über 5 % der Bevölkerung),
  • Umsetzung des EU-Vorsorgeprinzips auch beim Mobilfunk, unabhängige Bevölkerungsaufklärung zu den Risiken des Mobilfunks,
  • Einrichtung einer lobby-neutralen Beratung der Bundesregierung und Auflösung der BfS-Zusammenarbeit mit der ICNIRP,
  • Moratorium für den Ausbau von 5G-/6G-Mobilfunk bis Risiken für Mensch und Umwelt durch unabhängige Wissenschaftler ausgeschlossen sind,
  • Anerkennung der Elektrohypersensibilität (EHS) als Krankheit, Stärkung der klinischen Umweltmedizin als medizinische Fachrichtung, Einrichtung eines Lehrstuhls für biokonforme Elektrotechniken, Förderung unabhängiger Forschungseinrichtungen zur Abklärung von Risiken der Mobilfunktechnologie,
  • Genehmigungspflicht für alle stationären Sendeanlagen, Kennzeichnung und Abschaltmöglichkeit von funkenden Geräten,
  • ein gemeinsames Netz für alle Mobilfunkbetreiber als öffentlich-rechtliche Aufgabe,
  • Vorrang der „Kabellösung" gegenüber der „Funklösung", Ablehnung von (funkenden) „Smartmetern",
  • Entwicklung von Alternativen zu WLAN und Bluetooth, z. B. lichtbasierte Technik (Li-Fi).

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