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Pressemitteilung

ÖDP-Kritik Unions-Vorwürfen gegen Arbeitnehmer: „Unlautere Politik"

Parteichef Günther Brendle-Behnisch: Merz und Söder sollen erst eigene Hausaufgaben lösen, ehe sie Arbeitnehmer anschwärzen.

Günther Brendle-Behnisch

ÖDP-Bundesvorsitzender Günther Brendle-Behnisch, Bild: ÖDP

Die CDU bläst seit Wochen zum Großangriff auf deutsche Arbeitnehmer. Der Kanzler hält die Menschen für „faul", Sein CSU-Pendant Markus Söder will ihnen mehr Arbeitsstunden aufbrummen – um die Wirtschaft in Schwung zu bringen. „Die Herren sollten erst einmal ihre eigenen Hausaufgaben abliefern", kontert dies dreiste Fordern der Unionsgranden Günther Brendle-Benisch als Chef der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP – Die Naturschutzpartei): „Söder schafft es in Bayern nicht einmal, Kitas und Schulen so auszustatten, dass die Betreuung der Kinder dort immer garantiert ist – das aber ist doch zwingend Voraussetzung dafür, dass Eltern überhaupt noch mehr arbeiten können." 

Auch zeigten die Unionspolitiker Reiche, Merz und Söder ein sehr einseitiges Bild von "Wohlstand". Wohlstand hat nicht nur etwas mit Produktionsmengen zu tun. Wohlstand braucht auch Lebensqualität. Gegen diese polemisiert die Union mit der Verächtlichmachung von „Work-Live-Balance“. Der Mensch lebe nun mal nicht nur von Gütern alleine. Diese Erkenntnis scheint den Unionspolitikern völlig abhandengekommen zu sein.  

Auch strafen sie die Fakten lügen: Die geleistete Arbeitszeit in Deutschland hat 2024 einen Rekordwert von 54,7 Milliarden Stunden erreicht. 20 Jahre zuvor lag dieser Wert bei 47,7 Milliarden Stunden. Die individuelle Arbeitsleitung je Vollzeit-Erwerbstätigen lag 2024 bei 40,2 Wochenstunden; bei Teilezeitbeschäftigten ist diese binnen 10 Jahren von 19,3 auf 21.8 Wochenstunden in 2024 gestiegen. 2023 leisten Arbeitskräfte im Schnitt pro Jahr 13,2 bezahlte und 18,4 unbezahlte Überstunden.  Dies entlarvt die Mär von den faulen Deutschen als plumpe Polemik.

Das ständige Eintreten auf angeblich nicht willige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist für den ÖDP-Chef nicht nur die falsche Politik. Wer dies so unlauter, jedoch umso lautstärker vertritt, disqualifiziere sich als ehrlicher Vertreter der Menschen. Brendle-Behnisch verweist dagegen auf das ÖDP-Programm: „Aufgrund zunehmender Belastungen im Erwerbsleben und oftmals unsicherer Arbeitsbedingungen fällt es vielen Menschen schwer, das Berufs- und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen", analysiert die Naturschutzpartei richtig. Gute und ehrliche Politik müsse dafür Lösungen anbieten – „Beschimpfungen helfen niemand", so der ÖDP-Bundesvorsitzende.

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