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Persönlicher Kommentar

Moorschutz – nur in Sonntagsreden?

Martin F. Dreß

Martin F. Dreß

Es ist allgemein bekannt, dass Moore einen erheblichen Anteil an der Speicherung von Treibhausgas-Emissionen haben. Will man jedoch Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) vermindern, müssen einerseits noch lebende Moore vor einer Trockenlegung geschützt werden, was in Deutschland gesetzlich bereits reguliert ist. Andererseits gilt es aber auch, jegliche Veränderungen an noch bestehenden Moorkörpern von einer für Klimaschutzzwecke relevanten Mächtigkeit, Qualität und Bodenbeschaffenheit nach Absprache sowie Begutachtung durch Experten ab sofort zu verhindern. Dazu zählen auch Torfabbau, Versiegelung, Verbauung, Erdbewegungen für Zufahrten von z.B. Autobahnen, Windkraft auf Moorstandorten, Baugebieten etc.

Klimaschutz ist dringend erforderlich, sowohl lokal und regional als auch überall auf unserem Planeten. Die  Schwammfunktion, der Erhalt von Torf als CO2 Speicher und die Verhinderung von THG-Emissionen haben für die ÖDP im Nordwesten Niedersachsens  höchste Priorität, u.a. damit Wasser im Kreislauf bleibt!  Folglich muss im ökologischen Bereich das Handlungsziel Moor-Vernässung und Moor-Schutz sein.

Auch zum Konflikt zwischen Schutz von Moorgebieten mit hoher Rest-Torfmächtigkeit einerseits und der geplanten Nutzung von Moorflächen für Windkraft- und Photovoltaikanlagen sowie weiterer Infrastrukturvorhaben, die unsere Moore zerstören werden, gilt es, eindeutig Stellung zu beziehen. Die ÖDP nimmt die Klimaschutz-Zielvorgaben vom Land Niedersachsen bzw. von Deutschland sehr ernst. Moorschutz darf deshalb nicht nur in Sonntagsreden wohlfeil angepriesen werden, sondern bedarf konsequenten Handelns!

Martin F. Dreß
Sprecher der ÖDP-Kreisgruppe Ammerland

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