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Persönlicher Kommentar

Renaissance der Atomkraft? Nein Danke!

Atomkraft ist und bleibt Technologieborniertheit

Bernd Wimmer

Bernd Wimmer

Die ÖDP hat sich seit ihrer Gründung 1982 immer gegen Atomkraft ausgesprochen und hat das fortlaufend in ihrer politischen Arbeit berücksichtigt. Seit 2023 ist die Bundesrepublik tatsächlich aus der Atomenergie ausgestiegen. Wir als Gesellschaft sollten zufrieden auf diese Leistung und diesen Fortschritt sein. Unser erneuerbares Energiesystem ist stabil und zukunftsfähig – im Gegensatz zu den Sprachrohren verschiedenster Nuklear-Lobbyisten. Seit einigen Monaten jedoch kocht eine nicht unbedingt auf Fakten basierende Diskussion über eine etwaige „Renaissance der Atomkraft“ hoch.

Atomkraft ist gefährlich – sowohl, was die unsichere Endlagerung des Atommülls, als auch, was die militärischen Bedrohungsrisiken betrifft; sie ist teuer und wirtschaftlich nicht darstellbar; sie gefährdet den Aufbau einer dezentralen, importunabhängigen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien. Zudem sind die Risiken von Atomkraft versicherungsrechtlich nicht darstellbar, aufgrund der immensen Schadenshöhe in Folge eines Atomunfalls. Kleinere, angeblich „modernere“ Reaktoren (SMR – Small Modular Reactors) sind keine wirkliche Modernisierung, weil sie erst in etlichen Jahren betriebsbereit wären und im Grunde ähnliche Probleme verursachen, wie die alten Atomkraftwerke.

Dass angeblich andere Staaten die Atomkraft ausbauen wollen, ist so nicht richtig, denn der Anteil der Atomkraft an der weltweiten Stromversorgung betrug 2025 nurmehr 10 %, ist in den letzten Jahren kaum gestiegen und lag Anfang der 1990er-Jahre in der Spitze noch bei 18 %. Speziell Frankreich, das traditionell einen hohen Kernkraftanteil bevorzugt, hat immense Probleme mit maroden Meilern und deren kostenintensiver und zeitaufwändiger Nachrüstung.

Die aktuelle politische Diskussion um die Atomenergie in allen Medien ist von ihrer Sinnhaftigkeit her gesehen genauso fragwürdig einzuordnen wie die Debatten über E-Fuels und das Beharren auf fossile Mobilität, oder über die flächendeckende Anwendung der Wasserstofftechnologie. Bei regenerativen Energieformen ist die Bundesrepublik bekanntlich technologisch gut aufgestellt. Die ÖDP ist in der Parteienlandschaft die Partei, die natürlich zum Atomausstieg steht, für eine Versorgung mit 100 % regenerativen Energien eintritt und für Energieeinsparung und Energieeffizienz ist.

Bernd Wimmer  
Vorsitzender Bundesarbeitskreis Klima, Umwelt, Verkehr und Energie (KUVE) in der ÖDP

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