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Persönlicher Kommentar

Solidarität darf nicht erst beginnen, wenn es brennt

Wenn es brennt, ist Europa solidarisch. Einsatzkräfte unterstützen sich über Grenzen hinweg, Löschflugzeuge werden geschickt, Hilfe wird organisiert. Das ist europäische Zusammenarbeit, wie wir sie brauchen.
 
Aber diese Solidarität darf nicht erst beginnen, wenn die Katastrophe bereits da ist.
Waldbrände, Dürren, Hitzewellen, Starkregen und Überschwemmungen zeigen immer deutlicher: Wir müssen Klimaschutz und Klimaanpassung gleichzeitig vorantreiben. Wir müssen die Ursachen der Erderwärmung weiter bekämpfen – und uns zugleich besser auf die Folgen vorbereiten, die längst Realität sind.
 
Dabei sollte die Natur unsere Leitplanken vorgeben. Gesunde Wälder, intakte Böden, Moore und natürliche Flusslandschaften speichern Wasser, kühlen, binden CO₂ und können uns vor den Folgen von Extremwetter schützen. 
 
Natur wiederherzustellen ist deshalb auch Vorsorge.
 
Es ist richtig, dass die EU den gemeinsamen Katastrophenschutz und die Notfallvorsorge stärken will. Aber europäische Solidarität bedeutet für mich mehr: Wenn wir gemeinsam Brände löschen und nach Überschwemmungen helfen, müssen wir auch gemeinsam ihre Ursachen bekämpfen und vorsorgen.
 
Nicht erst handeln, wenn die Katastrophe da ist. Sondern gemeinsam verhindern, dass ihre Folgen immer schlimmer werden.
 
Das ist für mich europäische Verantwortung.

Manuela Ripa,
Mitglied des Europäischen Parlaments,
Mitglied des ÖDP-Bundesvorstands

Autor/in:
Manuela Ripa
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