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Pressemitteilung

„Deutschland braucht die ÖDP“: Parteichef kritisiert Regierung fürs „Ausbremsen der Energiewende“

Naturschutzpartei präsentiert auf Online-Parteitag Konzepte gegen die Unzufriedenheit der Menschen.

Online-Demo gegen Atomkraft

Bild: Helmut Kauer

Heftige Kritik an der aktuellen Merz-Regierung und am Agieren von Wirtschaftsministerin Reiche, die als Lobbyistin der Fossilbranche „die Energiewende in Deutschland nach Kräften torpediert, anstatt diese zu fördern“, stand im Mittelpunkt der Politischen Rede von Günther Brendle-Behnisch als Vorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP – Die Naturschurzpartei) beim 66. Bundesparteitag seiner Partei, der diesmal online stattfand. Zwei Tage lang suchten und fanden sie Lösungen, um den Menschen im Land konkret zu helfen. Sie präzisierten, wie sie Politik ökologisch-humanistisch ausrichten – ein deutlicher Gegenentwurf zu den Politikversuchen der Regierung und der anderen Parteien, „die zurzeit alle nachhaltigen Ansätze schleifen“, wie der ÖDP-Chef betont: „Noch nie bot die Regierung so viel Anlass zu Ärger der Bürgerinnen und Bürger.“

Als Europaabgeordnete der ÖDP stellte Manuela Ripa den Parteifreunden Eindrücke ihrer Audienz mit EU-Parlamentskollegen bei Papst Leo in Rom vor. Das Kirchenoberhaupt verfolge – wie die ÖDP – eine „ganzheitliche Ökologie“, die in der „Laudato si“-Enzyklika seines Vorgängers Franziskus verankert ist. Diese Ausrichtung an humanistischen Werten bilde die Basis – auch für gute Politik. Sie kritisierte damit jeglichen Ansatz der „Selbstüberhöhung von Politikern, die sich – wie der derzeitige US-Präsident – messianische Attitüden andichten.

Die ÖDP betonte bei ihrem Bundesparteitag, dass sie auch ohne Repräsentanz im Bundestag sichtbar und wirksam sei – und dies als „wichtiger und präsenter Akteur der Gegenöffentlichkeit“ bleibe. „Wir kennen die Themen, wir haben das Potenzial“, spornte Brendle-Behnisch seine Parteifreunde zum noch aktiveren Engagement für die Menschen im Land an: „Wir müssen dies noch verständlicher vortragen.“ Dem Ausbremsen ökologischer Zukunft will sich die ÖDP vehement entgegenstellen. „Die Gesellschaft braucht uns“, zeigt sich der Parteichef überzeugt. Chancen für die Naturschutzpartei sieht der Bundesvorsitzende im Thema Frieden. Dazu bereitet der Bundesvorstand einen Aufruf vor. In der Zusammenarbeit mit den ausgewiesenen Experten des wieder zum Leben erweckten Ökologischen Rats der Partei erkennt er ein zusätzliches Plus der Partei. Die Delegierten konnten sich davon selbst überzeugen. Der Atomphysik-Professor Dr. Klaus Buchner und den Umwelt-wissenschaftler Prof. Dr. Wilfried Kühling erläuterten den Delegierten in Grußworten ihre Motivation, gemeinsam mit der ÖDP für mehr Nachhaltigkeit einzutreten. Der Träger des Alternativen Nobelpreises und Naturschützer Prof. Dr. Michael Succow lud die ÖDP zur Kooperation unter anderem in seinem Projekt „Wilde Weiden“ ein. Es soll zur Sicherung des Grundwassers beitragen und den Erhalt der Böden als natürliche Lebensgrundlagen schützen.

Aus aktuellem Anlass (am 26. April jährte sich zum 40 Mal die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl) organisierte die ÖDP eine Fotoaktion unter ihren Parteitagsdelegierten. Sie erinnerten vor ihren Computern an vielen Orten in Deutschland damit an den GAU der AKW-Explosion – als Mahnung vor der Hybris einer unverantwortlichen und hochgefährlichen Technologie

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