Pressemitteilung
Endlich europaweite Regeln zum Schutz von Hunden und Katzen!
Europaabgeordnete Manuela Ripa: Unterstützung für belastete Tierheime – schnelle Umsetzung in Deutschland gefordert
Manuela Ripa, MdEP
Straßburg, 27. April 2026: Am Dienstag, 28. April, stimmt das Europäische Parlament in Straßburg über die neue EU-Verordnung zum Wohlergehen von Hunden und Katzen ab. Eine Annahme gilt als sehr wahrscheinlich. Die deutsche Europaabgeordnete Manuela Ripa (ÖDP/EVP) begrüßt den Vorstoß als wichtigen Schritt für mehr Tierschutz in Europa – und sieht darin zugleich eine konkrete Unterstützung für die stark belasteten Tierheime und Tierschutzverbände.
„Diese Verordnung ist ein Meilenstein für den europäischen Tierschutz“, erklärt Ripa, die als Berichterstatterin des Umweltausschusses ENVI maßgeblich an den neuen Regeln beteiligt war. „Besonders wichtig ist die verpflichtende Kennzeichnung der Tiere durch Mikrochips und ihre Registrierung in einer Datenbank. Dadurch können Tiere leichter ihren Halterinnen und Haltern zugeordnet werden – und landen deutlich seltener dauerhaft in Tierheimen.“
Auch in Deutschland ist die Situation vieler Tierheime seit Jahren angespannt. Einrichtungen berichten regelmäßig von Überbelegung, steigenden Kosten und zunehmenden Abgaben von Haustieren. Ein Grund dafür ist, dass ausgesetzte oder entlaufene Tiere häufig nicht identifiziert werden können.
Die europaweite Chip- und Registrierungspflicht ist zudem ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen Tierseuchen sowie den illegalen Welpenhandel. „Der illegale Handel mit Haustieren ist ein europaweites Problem, das großes Tierleid verursacht. Mit einheitlichen EU-Regeln schließen wir endlich viele Schlupflöcher“, betont Ripa. Die von der EU vorgesehene Übergangsfrist für das Chippen privat gehaltener Tiere beträgt zehn Jahre für Hunde und 15 Jahre für Katzen. Ripa fordert, dass Deutschland die Maßnahmen schneller umsetzen solle: „Die EU-Verordnung erlaubt strengere nationale Regelungen. Deutschland muss hier vorangehen!“
Das neue EU-Gesetz enthält zudem eine Reihe weiterer Tierwohl-Maßnahmen. Dazu gehören strengere Regeln für Zucht und Handel, etwa hinsichtlich der Unterbringung, der Hygiene und der tierärztlichen Versorgung. Auch die Qualzucht wird sehr stark eingeschränkt, unnötige „Schönheits“-Eingriffe wie das Kupieren des Schwanzes werden verboten. Der Online-Verkauf von Hunden und Katzen soll wesentlich transparenter und leichter kontrollierbar werden, insbesondere bei grenzüberschreitenden Geschäften.
Für die Europaabgeordnete steht fest: „Mehr Tierschutz auf europäischer Ebene bedeutet auch konkrete Verbesserungen vor Ort. Wir wollen die Tiere ebenso in den Blick nehmen wie ihre Helfer. Unsere Tierheime leisten täglich enorme Arbeit – diese EU-Regeln helfen, sie spürbar zu entlasten.“
Den Gesetzestext finden Sie hier.
