Pressemitteilung
Erst Zerstörung der Landschaft – jetzt Giftmüll-Depot und PFAS-Flut
Kohlegrube in Garzweiler wird nach Abbaustopp zur Gefahrenquelle für die Menschen am Niederrhein, warnt die ÖDP. Staatsanwalt ermittelt gegen skrupellose Müllsünder.
Foto: Gründercoach/Pixabay CC/PublicDomain
Die Region ist ohnehin schwer geschunden: Bei Garzweiler am Niederrhein klafft der Krater des RWE-Braunkohle-Tagebaus. Den nutzten nach Recherchen der Dortmunder Staatsanwälte nun seit längerem skrupellose Geschäftemacher. Sie kippen unerlaubt mit Schadstoffen belasteten Erdaushub ins Loch und vertuschen ihre Machenschaften durch Bestechung, was Recherchen von Correctiv belegen. „Ein Skandal“, wettert Prof. Dr. Herbert Einsiedler als stellvertretender Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP - Die Naturschutzpartei) und Mitglied im ÖDP-Landesverband Nordrhein-Westfalen: „Die Grube darf weder zum Giftmülllager verkommen noch unsachgemäß geflutet werden, wie dies der Energiekonzern nach dem Ende der Kohleförderung plant. Beides missachtet die Interessen der Menschen in der Region.“ Die ÖDP warnt seit längerem vor den Plänen, den Rhein anzuzapfen und sein Wasser durch eine extra gebaute Pipeline ungeklärt ins Tagebauloch zu pumpen. Laut Greenpeace würden dadurch Schadstoffe wie PFAS das angestrebte „Freizeitparadies“ verseuchen. „Dass jetzt auch noch Gifte illegal auf dem Grund des späteren Sees verbuddelt werden, passt ins Bild“, wettert Einsiedler. Nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“ versuchten die Geschäftemacher sich möglichst billig aus der Affäre zu stehlen. Das sei unverantwortlich und kriminell, so die ÖDP.
