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Europakandidatin Lüst: Keine Gentechnik in der EU

Lüst: „EU schützt die großen Konzerne“

Für ein komplettes Verbot der Gentechnik in der Europäischen Union spricht sich Christiane Lüst, Kandidatin der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) zur Wahl des Europäischen Parlaments, anlässlich der jüngsten Pläne der griechischen Ratspräsidentschaft aus. Griechenland hatte vorgeschlagen, dass diejenigen Länder, die eine Gentechnik-Pflanze von ihren Feldern verbannen wollen, vorher die Konzerne fragen müssen. „Da fällt mir nur das Sprichwort ein: ‚Wer einen Sumpf trocken legen will, darf nicht die Frösche fragen’“, so kommentiert Christiane Lüst die Pläne. „Völlig klar, dass die Konzerne ein Verbot nicht dulden werden und im Ernstfall klagen werden.“

Darüberhinaus verstoße diese Regelung gegen den Internationalen Menschenrechtspakt, den auch die meisten EU-Länder ratifiziert haben. Die UNO habe deshalb schon mehrfach Regierungen wie Deutschland, Argentinien, Brasilien aufgefordert, die Bauern vor den Konzernen zu schützen, Maßnahmen des Gesundheitsschutzes zu ergreifen und sicherzustellen, dass Kleinbauern, Imker und Verbraucher vor dem Anbau und den Folgen von Genprodukten geschützt werden, berichtet Lüst. Daran müsse sich auch die EU halten.

 

Es sei schon völlig unsinnig, dass die Gentechnik in der EU durch die sog. „opt-out-Lösung“ zugelassen werden soll. Das bedeutet, Staaten stimmen dem Anbau von gentechnisch veränderten Organismen zu, um ihn dann als Einzelstaat wieder verbieten zu können. „Zum Schaden der Bürger und der Umwelt verfolgt die EU einen ganz klaren Zick-Zack-Kurs. Anstatt sich an die Seite der Menschen zu stellen, schützt sie in erster Linie die großen Gentechnik-Konzerne,“ meint Lüst. Die ÖDP-Politikerin setzt sich dafür ein, dass in der Europäischen Union Gentechnik verboten wird. „Ich berichte seit zehn Jahren bei der UNO über die Folgen der Gentechnik weltweit - in den amerikanischen und asiatischen Ländern, die bereits seit mindestens zehn Jahren genveränderte Pflanzen anbauen, haben sich die Folgen als absolute Katastrophe erwiesen. Die Böden sind zerstört und nicht mehr brauchbar, das Grundwasser und die Tiere vergiftet, die Menschen durch Anbau und Konsum krank - die Krebsrate hat sich dort verdreifacht. Frauen werden unfruchtbar, allein in Argentinien ist die Armut und Unterernährung analog zum Gensojaanbau von 7 auf über 50 % gestiegen, es wird zunehmend von Hunger berichtet. Kolumbien, Kanada, Indien -  überall dasselbe Desaster mit schlimmsten Folgen für Mensch und Umwelt. Wir brauchen nicht dieselben Fehler machen, die andere Länder bereits begangen haben. In Europa ist es noch nicht zu spät!“ so Lüst.  

Die ÖDP wird am 25. Mai mit 99 Kandidatinnen und Kandidaten zur Europawahl antreten. Da es keine Sperrklausel gibt, zählt jede Stimme. Die ÖDP rechnet mit dem Einzug in das Europäische Parlament.

 

 

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