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Bericht zur Debatte über die Zeitumstellung am 23.10.2025

Manuela Ripa erinnert an die Folgen und die lange fällige Abschaffung.

Link zur Rede von Manuela Ripa
In einer aktuellen Plenardebatte wurde erneut über die Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung diskutiert. Der Redebeitrag von unserer Europaabgeordneten Manuela Ripa machte deutlich, dass die Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit für viele Menschen längst zur lästigen Routine geworden ist – mit kaum nachweisbarem Nutzen, aber spürbaren Nachteilen.

Der ursprünglich als Argument angeführte Energiespareffekt spielt heute kaum noch eine Rolle. Moderne Technologien und veränderte Lebensgewohnheiten haben diesen Vorteil weitgehend aufgehoben. Stattdessen verursacht die Umstellung messbare Kosten, etwa durch Produktivitätsverluste und zusätzlichen Verwaltungsaufwand in Unternehmen. Auch die gesundheitlichen Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen: Viele Bürgerinnen und Bürger leiden nach der Umstellung unter Schlaf- und Konzentrationsproblemen, gestörtem Biorhythmus und erhöhter Unfallgefahr. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Selbst Tiere reagieren empfindlich auf die Zeitverschiebung – mit teils gravierenden Folgen, etwa einem Anstieg von Wildunfällen führt Manuela Ripa weiter aus.

Darüber hinaus führt die Zeitumstellung zu Verwirrung im internationalen Verkehr, in der digitalen Kommunikation und bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Eine einheitliche, dauerhafte Regelung – sei es Sommer- oder Winterzeit – würde Planungssicherheit und Effizienz schaffen.

Bereits 2018 hatte eine europaweite Konsultation ein deutliches Stimmungsbild ergeben: 84 % der 4,6 Millionen Teilnehmenden sprachen sich gegen die Zeitumstellung aus. Dieses klare Signal der Bürgerinnen und Bürger sollte endlich ernst genommen werden fordert Manuela Ripa.

Der Appell richtete sich daher an den Rat und die Europäische Kommission, die Argumente und den Willen der Bevölkerung nicht länger zu ignorieren und endlich eine Entscheidung herbeizuführen.