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Pressemitteilung

ÖDP-Urgestein Klaus Buchner: „Atomdeal mit Putin in Lingen ist Skandal!“

Ex-EU-Abgeordneter und Bundesvorsitzender: Politik verstößt wegen Wirtschaftsdeal mit Frankreich gegen Sanktionen wegen Ukrainekrieg und ebnet Atomfabrik in Niedersachsen den Weg.

Foto: Wikipedia.org

Klaus Buchner nennt den Vorgang ohne Umschweife beim Namen: „Das ist ein Skandal!“ Der Ex-Europaabgeordnete und langjährige Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Patei (ÖDP – Die Naturschutzpartei) belegt als emeritierter Physik-Professor (TU München sowie Max-Planck-für Physik) seine Kritik: „Während die EU-Kommission eigentlich einen Ausstieg aus den Uranimporten von Russland beschloss, gibt die Bundesregierung ihr Pacet zur atomaren Kooperation mit Putins Staatskonzern Rosatom. Der darf jetzt im niedersächsischen Emsland Brennelemente für russische Reaktoren bauen.“
Proteste der Menschen, die sich gegen diese Pläne der Brennelementefabrik des französischen Atomkonzerns Advanced Nuclear Fuels in Deutschland wehren, zählen für die politischen Entscheider offenbar nicht. Die Bundesregierung interessiert sich dafür ebenso wenig, wie für den Widerstand von Tausenden Umweltschützern oder des BUND sowie Bedenken der Evangelischen Kirche. Buchner stellt daher die Glaubwürdigkeitsfrage an die im Bundestag vertretene Politik: „Soll jetzt das Interesse der Atomwirtschaft siegen und einen weiteren Ausbau der Kernkraft fördern?“
Hinter dem Deal, den Kanzler Merz mit seinem Kollegen Emanuel Macron im Pariser Elysée-Palast ausheckte, stehen offensichtlich Wirtschaftsinteressen. Die Atomfabrik in Lingen ist eine Tochter von Framatome, das wiederum ein Tochterunternehmen des Energieversorgers Électricité de France ist. Dieser Mutterkonzern gilt im Nachbarland als Bestandteil der französischen Nuklearstreitmacht als unverzichtbar. Buchners Urteil über das schamlose Vorgehen der Verantwortlichen dieses Atomdeals: „Wie scheinheilig ist unsere Regierung: Sie unterläuft die Sanktionen gegen Russland und will gleichzeitig Atomkraft fördern – ausgerechnet gemeinsam mit einem russischen Staatsunternehmen als Investor.“

 

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